Wildtiere direkt vor unserer Haustür?

Ob in der Stadt oder im Dorf: Wir teilen unseren Lebensraum mit diversen wild lebenden Tieren. Unsere tierischen Nachbarn sind ihrem Lebensraum angepasst: vom perfekt getarnten Fell, Warnfarben, stromlinienförmigen Körper oder Schwimmhäute zwischen den Zehen bis hin zu Stacheln gegen Feinde. 

Doch was brauchen Tiere, um gut an einem Ort leben zu können? Welche Ansprüche haben sie? Wo stossen Mensch und Tier aufeinander und wie können wir unseren gemeinsamen Lebensraum rücksichtsvoll für beide gestalten? 

Fledermaus im Unterricht

  • Mit dem Einbruch der Dämmerung beginnt für Fledermäuse die Jagd nach Insekten. Ihr Jagdgebiet, ihre Wohnquartiere und die Beutetiere unterscheiden sich von Art zu Art. Unsere Raumnutzung beeinflusst die Lebensweise der Fledermäuse, da sie auch im Siedlungsraum anzutreffen sind. 

     

  • Fledermäuse«sehen» mit den Ohren, fliegen mit den Händen und schlafen mit dem Kopf nach unten. Die Einzigartigkeit dieser Tiere wirft spannende Fragen auf: Warum kopfüber schlafen? Was ist ein Ultraschall? Wie fliegt eine Fledermaus?

     

  • Das Aufspüren von Fledermäusen in der Dämmerung ist ein bleibendes Erlebnis für Schüler:innen. Gespannt warten sie darauf, die flinken Flattertiere bei der Jagd zu beobachten. Dabei ergeben sich Fragen wie: Welche Fledermausarten leben bei uns? Wo finden die fliegenden Säugetiere geeignete Verstecke? Wann und wo kann man sie beobachten?

Supersinne

Viele Tiere erbringen mit ihren Sinnen faszinierende Leistungen. Menschen nutzen diese, wenn sie mit ihren eigenen Sinnen an Grenzen stossen. Was Tiernasen können, ist oft bekannt: Hunde können verschüttete Menschen aufspüren, Ratten finden Minen. 

Aber wie sehen Insekten mit ihren Facettenaugen? Was erspürt eine Katze mit ihren Tasthaaren? Wie gut hört eine Fledermaus? 

Durch Betrachten lässt sich oft herausfinden, welches Sinnesorgan bei einem Tier besonders ausgeprägt ist. Sich mit den Schüler:innen in die Welt der fantastischen Tiersinne einzuarbeiten, bringt alle zum Staunen und stärkt die Achtsamkeit vor der Natur. 

Nachts, wenn alles schläft? – von Lichtjägern und Schattenkünstlern

Der Siedlungsraum eignet sich besonders, um im Unterricht den Einfluss des Menschen auf die Natur zu untersuchen. 

Wie nutzen und gestalten wir den Raum um uns herum? 
Welche Auswirkungen hat dies auf uns und andere Lebewesen? 
Was machen Tiere wie Fledermaus, Fuchs, Igel, Dachs, Eichhörnchen, Reh oder Marder in der Nacht?

Seit der Erfindung des künstlichen Lichts durchbricht Helligkeit die Dunkelheit der Nacht. Dies hat Auswirkungen auf alle Lebewesen. Einige Fledermausarten nutzen die Attraktionswirkung von künstlichem Licht auf Insekten und jagen nahe an Beleuchtungen. Andere meiden beleuchtete Areale, was ihre Flugrouten einschränkt oder dazu führt, dass sie ihre Wohnquartiere verlassen. Glühwürmchen meiden Licht, andere Käfer werden von Licht wie magisch angezogen – warum? 

Eine Erkundung der Schul- oder Wohnumgebung regt dazu an, mögliche Auswirkungen von künstlichem Licht auf Tiere zu erkennen. 

Wie sich Tiere um ihre Jungen sorgen

Umsorgt oder allein gelassen? 

In der Tierwelt gibt es Eltern, die ihre Jungen lange umsorgen und solche, die ihre Kinder nicht einmal sehen. Es gibt Tiere, die haben unzählige Jungen, andere nur eins. Warum gibt es diese Unterschiede? Wer sich mit diesen Fragen befasst, eröffnet den Schüler:innen einen neuen Zugang zur Tierwelt und beantwortet spannende Fragen.