Auf den Spuren der Artenvielfalt

Die Frage, wie das Leben auf der Erde wahrscheinlich entstanden ist und wie es sich entwickelt hat, berührt alle früher oder später. Ist es ein Wunder? Ein Naturgesetz? Ein Zufall? Warum wissen wir überhaupt, wie es früher war? 

Im Naturama Aargau können Schülerinnen und Schüler dank Fossilien, Rekonstruktionen ausgestorbener Arten und weiteren Zeugen der Evolution die Entwicklung des Lebens ein Stück weit begreifen und Lebewesen lernen zu ordnen. Ein Dinosaurierskelett und eine Mammut-Nachbildung beeindrucken durch ihre Grösse und stellen Fragen nach den unterschiedlichen Klimata, die im Aargau herrschten. Es lassen sich Fragen zum Ursprung der Vielfalt der Lebewesen beantworten, zur Entwicklung und zum Aussterben von Arten

Artenreichtum dank Anpassungen

Im Laufe der Jahrmillionen hat sich eine riesige Artenvielfalt auf der Erde entwickelt. Durch natürliche Selektion vorteilhafter Merkmale, Anpassung an Lebensräume und sich verändernde Klimabedingungen oder räumliche Isolation (etwa während der Eiszeiten) verändern sich Lebewesen stetig – ganz im Sinne von Darwins Evolutionstheorie.

Während Artensterben ein natürlicher Teil der Erdgeschichte ist, geht das heutige Artensterben vorwiegend auf menschliche Aktivtäten zurück. Das Erhalten, Fördern und Vernetzen vielfältiger Lebensräume im Kanton, als Grundlage für die regionale Artenvielfalt, ist darum eine wichtige Aufgabe der Naturförderung des Naturama Aargau. 

Fossilien: Zeitzeugen aus dem Untergrund

Der Kanton Aargau ist reich an Fossilien, sogenannten Versteinerungen aus längst vergangenen Zeiten. Es war eine Sensation, als 1985 das erste vollständige Dinosaurierskelett der Schweiz in einer Tongrube in Frick (Kanton Aargau) ausgegraben wurde. 

Fossilien sind wichtige Zeugen der Evolution, denn sie zeigen wie und wann sich Lebewesen im Laufe der Zeit entwickelt und verändert haben. Sie geben auch Auskunft darüber, welche Tiere und Pflanzen zur gleichen Zeit gelebt haben und wie sie sich über die Erde hinweg verbreitet haben. 

Lebewesen ordnen

Anhand von gemeinsamen und verschiedenen Merkmalen lassen sich Lebewesen ordnen. Bereist Schüler:innen des Zyklus 1 können beispielsweise die Wirbeltiere in Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere ordnen. Stammbäume helfen herauszufinden, wer mit wem verwandt ist, welches die gemeinsamen Vorfahren sind und wie man eine gemeinsame Abstammung erkennt.