Wald(g)wundrig?

Der Kanton Aargau zählt zu den waldreichsten Kantonen der Schweiz. Ein Drittel der Fläche ist mit Wald bedeckt. Im Wald lässt sich quasi alles thematisieren – viel bewegtes Lernen inklusive. 

Warum zum oder im Wald unterrichten?

Die Möglichkeiten für den Unterricht sind so vielfältig wie das Ökosystem selbst und so gut wie alles kann am Objekt erlebt, entdeckt oder erforscht werden:

  • Vom Philosophieren unter einer stattlichen Eiche bis zu Farben, Tasterlebnissen, Geräuschen und Düften am Waldrand.
  • Von Frühblühern wie dem Bärlauch über Artenkenntnisse und wissenschaftlichem Zeichnen bis hin zum Erforschen von lebendigem Totholz oder Blattzersetzungen.
  • Von Fotosynthese und Nährstoffkreislauf zu Nahrungsnetzen, Räubern und Zersetzern 
  • Von der Holznutzung in der Steinzeit bis zum modernen Holzbau – vom Beobachten bis zum aktiven Anpacken.
  • Vom kühlenden Schutzwald bis zum Hotspot der Biodiversität.

Der Baum im Unterricht

Das Thema Baum, auch verknüpft mit dem Lebensraum Schulumgebung und Wald, eignet sich für den Zyklus 1 bis 3: 

  • Im Zyklus 1 kann der Fokus vor allem auf das Sammeln, Ordnen, Vergleichen, aber auch auf das Beobachten gelegt werden. Zum Beispiel werden Blätter und Früchte von Bäumen gesammelt, geordnet und verglichen. Oder es werden Experimente gemacht, um die Bedeutung von Sonne, Luft, Wasser und Boden in Bezug auf einen Baumkeimling kennenzulernen. 
  • Im Zyklus 2 eignet sich die Blattzersetzung, aber auch die Blüten als Nahrungsquelle für Insekten oder Frühblüher. 
  • Für den Zyklus 3 eignen sich insbesondere Experimente zur Wirkung des Waldes auf die Temperatur im Siedlungsraum oder zu den Bestandteilen des Blattgrüns, beispielsweise die Chromatografie von Chlorophyll. Auch vernetzte Lebensräume wie Wald und Wiese und ihre Wechselwirkungen sind in diesem Zyklus angesiedelt. 

Nachhaltigkeit «be-greifen»

Wussten Sie, dass der Begriff «Nachhaltigkeit» aus der Waldbewirtschaftung stammt? Das Prinzip der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen lässt sich auch heute noch nirgends besser als im Wald be-greifen: Man soll nur so viel Holz ernten, wie nachwächst – damit auch die kommenden Generationen noch Holz haben. 

Im Kanton gibt es viele Naturwaldreservate, die sich dank Exkursionsführer «Im wilden Wald» gut erkunden lassen. Oder kommen Sie mit Ihrer Schulklasse auf unsere «Wald(g)wunder»-Exkursion