Jede Jahreszeit lockt zum Lernen draussen

Wer den Unterricht nach draussen verlegt, erlebt die sich verändernde Natur hautnah. Die Phänomene und Wunder, die mit dem Kreislauf der Natur zusammenhängen, sind äusserst reichhaltig und faszinierend. 

Die Schulumgebung bietet dabei alles, was es für den NMG-Unterricht braucht. Hier kann die Natur im Jahresverlauf mit allen Sinnen erleben und Phänomene erforschen werden: Draussen, am Original, lässt sich beobachten und dokumentieren, beschreiben, vermuten, analysieren und untersuchen, aber auch ordnen, vergleichen, Zusammenhänge erkennen, reflektieren und sich austauschen. Das Beste: Der Weg zum «Lernort Natur» ist kurz, die Wirkung auf die Kinder gross.

Die Kraft der Natur im Frühling

Die Natur verändert sich im Frühling eindrücklich. Dann laden die Schulumgebung, die nahgelegene Wiese, der Wald und weitere ausserschulische Lernorte zum Beobachten, Entdecken und Erforschen ein: 

Was spriesst denn da? Welche Kraft lässt im Frühling die Samen keimen? 
Was steckt in den Knospen? 
Welche Tricks wenden Tier-Mütter an, um ihre Jungen zu schützen? 
Welche Frühblüher bedecken den Wald? Wie erkenne ich einen Bärlauch? 
Im Teich gibt's Laich – und was passiert bei der Metamorphose

Die Vielfalt zeigt sich im Sommer

Im Sommer blühen etliche Blumen, aber auch Gräser. Raupen wandeln sich zu farbenprächtigen Schmetterlingen. Die Sträucher und Bäume tragen Blätter in unterschiedlichsten Formen und Variante, laden zum Sammeln, Ordnen und Vergleichen ein

Es stellen sich Fragen wie z.B. Welche Insekten summen denn da? Wie wächst eine Frucht aus einer bestäubten Blüte heran? Welche Blattformen haben Bäume und Sträucher?

Bunte Zeit – Herbstzeit

Die Tage werden im Herbst kürzer und die Luft kühler. Die Tiere bereiten sich auf die kältere Jahreszeit vor: Eichhörnchen, Mäuse, Vögel und Co. legen Vorräte an. 

Bei den Bäumen und Sträuchern reifen die die letzten Früchte. In Nüssen steckt beispielsweise viel Fett. Dank diesen Fettreserven kann im kommenden Frühjahr eine Keimung erfolgen. Der Herbst lädt aber auch zur Ernte im Schulgarten und LandArt im Wald mit farbigen Blättern ein. 

Es stellen sich Fragen wie «Warum verfärben sich überhaupt Blätter und fallen ab?». Sinkt die Temperatur gelegentlich unter den Gefrierpunkt, so verfärben sich die Blätter der Laubbäume. Chlorophyll (grüner Blattfarbstoff) wird abgebaut und die Blätter fallen ab. Die Bäume können keine Photosynthese mehr betreiben. 

Winterstrategien für Tier und Mensch

Im Winter lassen sich Knabberspuren und Hufabdrücke bestimmen, Vögel in den kahlen Bäumen oder in den Sträuchern beobachten oder ein Feuer machen. Mit Bewegungs- und Schneespielen machen tiefe Temperaturen Kindern nichts aus. 

Auch Tiere meistern den Winter trotz Kälte und Nahrungsmangel erstaunlich gut – wie machen sie das?