Schneckenhausbiene

Die Zweifarbige Schneckenhausbiene putzt für ihren Nachwuchs ein leeres Schneckenhaus und baut eine oder zwei Kammern hinein, die sie mit Vorräten für die Larven bestückt. Wenn sie ihre Eier abgelegt hat, verschliesst sie den Eingang mit Erde und dreht ihn nach unten. Zuletzt tarnt sie das Schneckenhaus mit Halmen und Nadeln.

Schwarze Wegameise

Schwarze Wegameisen erbeuten für ihre Brut Insekten, damit die Larven das nötige Eiweiss bekommen. Sie selbst ernähren sich vor allem von Honigtau; das sind zuckerhaltige Ausscheidungen von Läusen. Ameisen züchten ganze Lauskolonien, für die sie Ställe in die Erde graben. Dort «melken» sie die Läuse.

Wiesenschaumzikade

Die Larven der Wiesenschaumzikade sind nur einen Millimeter gross. Sie wachsen in einem selbst gefertigten Schaumnest auf. Dort bleiben sie feucht und sind sicher vor Feinden. Wenn die ausgewachsenen Tiere das Nest verlassen, suchen sie zur Tarnung einen Boden von der gleichen Farbe ihres Körpers.

Totengräber und Schmeissfliege

Tote Tiere liefern Insekten Nahrung und Nistplätze. Der Verwesungsgeruch lockt Schmeissfliegen an, die sofort ihre Eier ablegen. Daraus schlüpfen Maden, die den Kadaver innert Tagen verwerten. Der Totengräber frisst ebenfalls Aas, aber auch Insektenlarven, die sich darin entwickeln.

Ohrwurm

Der Gemeine Ohrwurm ist ein Allesfresser: Neben Obst, Moos oder Pilzen frisst er auch Insekten. In Gärten ist er gern gesehen, weil er Schädlinge vertilgt wie beispielsweise Läuse oder die Eier und Raupen von Wicklern und Gespinstmotten.

Rostrote Mauerbiene

Die Rostrote Mauerbiene fliegt im Frühling als eine der ersten nach Nektar und Pollen aus. Landet sie auf einem Wiesensalbei, kippen die beiden Staubblätter der Blüte auf den pelzigen Rücken der Biene. Sie trägt den Pollen zu anderen Salbeiblüten weiter und bestäubt sie dadurch.

Siebenpunkt Marienkäfer

Der Siebenpunkt ist der bekannteste Marienkäfer. Sowohl die Larven als auch die ausgewachsenen Käfer ernähren sich von Blatt- und Schildläusen. Auch Ameisen sind auf Läuse angewiesen: Sie fressen ihren Honigtau, eine zuckerhaltige Ausscheidung. Darum beschützen Ameisen die Läuse vor Marienkäfern.

Schwebfliege an Schlehe

Schwarzdorn blüht früh im Jahr und produziert reichlich Nektar. Zahlreiche Insekten wie Hummeln, Wildbienen und Schwebfliegen ernähren sich davon.

Schwarzbäuchige Fruchtfliege

Der Saft von faulendem Obst spendet vielen Insekten Energie, so etwa der Gemeinen Wespe oder dem Admiral. Die Schwarzbäuchige Fruchtfliege ernährt sich nicht nur von verrottenden Äpfeln, sondern nistet auch darin. Sie legt bis zu 400 Eier in einen Apfel, der später auch die Larven ernährt.

Grosse Holzbiene

Die Grosse Holzbiene ist mit fast drei Zentimetern die grösste heimische Wildbiene. Sie nagt für ihr Nest einen langen Gang ins Totholz. Bevor sie die Eier ablegt, bringt sie Pollen und Nektar für den Nachwuchs ins Nest. Nach zehn Wochen schlüpfen die Jungen. Holzbienen lieben sonnige Obstwiesen, Parks und Waldränder.